Stadtkirche Neustadt
Liebe Leserinnen und Leser!  
Am 31. Dezember endet dieses Kalenderjahr, das ist das Jahr, nachdem sich meine äußerlichen Angelegenheiten richten: Rech-nungen bezahlen, Urlaubstage verteilen, Arztbesuche erledigen
etc. - aber parallel leben wir noch in einem zweiten Jahr: Dem Kirchenjahr, das bereits am 1. Advent beginnt. Dieses Jahr richtet sich an meinen inneren Menschen und erinnert an die Dinge, die Gott für uns und an uns tut.
Am ersten Advent singen wir traditionell immer das erste Lied aus dem Gesangbuch:

  Macht hoch die Tür,
  die Tor macht weit,
  es kommt der Herr
   der Herrlichkeit.

In diesem Lied wird uns der dreieinige Gott vor Augen gemalt, der zu uns kommt und es gut mit uns meint.

Der Vater: Der Schöpfer reich von Rat.
Der Sohn: Der Heiland groß von Tat.
Der Heilige Geist: Der Tröster früh und spat.

Ich mag diese Tradition, dass wir dieses Lied immer am ersten Advent singen, obwohl ich es auch sonst gerne singe. Manche finden es dagegen langweilig:„Immer das gleiche Lied am immer gleichen Tag...“. Aber ich bleibe ja nie der Gleiche, wenn ein Jahr vergangen ist. Etwas ist mit mir geschehen. Ich bin näher zu Gott gekommen oder habe mich weiter von ihm entfernt; mein Glaube ist gewachsen oder geschrumpft. Deswegen freue ich mich über die Bereitschaft Gottes, wieder neu zu mir zu kommen und einen
neuen Anfang zu machen. Ich bin dankbar für die Erinnerung, Gott immer wieder neu einladen zu dürfen: In unsere Gemeinde, in mein Leben und in mein Herz:

Komm, O mein Heiland Jesu Christ,
meins Herzens Tür Dir offen ist.
Ach zieh mit Deiner Gnade ein,
dein Freundlichkeit auch uns erschein.
Dein Heilger Geist uns führ uns leit
Den Weg zur ewgen Seligkeit.
Dem Namen Dein, O Herr,
sei ewig Preis und Ehr.

Es grüßt Sie herzlich
Ihr Pastor
Knut Nippe

 


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