Stadtkirche Neustadt

Auf dieser Seite finden Sie eine Kurzbeschreibung unserer Kirchen und die Auflistung der Geistlichen des letzten Jahrhunderts.




Stadtkirche

Stadtkirche Neustadt nach Dehio 1994

Bauzeit 1244 bis Mitte des 13. Jh.. Nach mehreren Umplanungen und Umbauten heute eine Stutzbasilika.
Ältester Bauteil ist der zweijochige, niedrige Kastenchor mit Ausmalungen aus verschiedenen Phasen der Gotik (Lilien, Apostel, Kreuzigung und Anbetung der Könige, Weltenrichter, Posaunenengel und Evangelistensymbolen, Sockelpaneel). Zwei- und dreiteilige Spitzbogenfenster. An der Südseite spätgotischer Sakristeuanbau.

Dreischiffiges Langhaus von drei Jochen. Seitenportale im mittleren Joch. Über dem Mittelschiff (17,3o m) und den Seitenschiffen (10,70 m) liegt ein zusammenfassendes Satteldach. Das Innere wirkt überraschend steil. Die Ausmalung der Schiffe um 1350, 1957 freigelegt bzw. nach Befund wieder hergestellt. Blickfang ist das große Maßwerkfenster in breiter Blende über dem Chorbogen. Wandbilder: Christophorus sowie Maria und Johannes? Vor einer Stadtmauer.


 

Quadratischer Westturm. Im Untergeschoß ursprünglich an drei Seiten spitzbogig geöffnete Gerichtslaube. Die heute geschlossene Turmhalle zeigt an den Seiten die ursprüngliche Tiefe des Kirchenbodens. Der Kirchturm hat heute einen Spitzhelm und ist 56 Meter hoch.

Ausstattung
Schnitzaltar 1643 von Z. Hübener - Holzkanzel aus den Jahre 1571 - Orgelprospekt aus dem 17 Jh. - Triumphkreuz 2. Hälfte des 15. Jh. - Emporenartige Loge um 1700

Disposition der Orgel, Stadtkirche Neustadt i. H.
geb. von Rowan West, 2010


Hauptwerk
PRINCIPALBASS 16’

PRINCIPAL 8’
OCTAV 4’

OCTAVBASS 8’

QUINT 3

SUPEROCTAV 2

TERZIAN II

MIXTUR V

TROMMET 16’

TROMMET 8’

Rückpositiv
GEDACKT 8’
ROHRFLOIT 4’
PRINCIPAL 4’
OCTAV 2’
SESQUIALTERA
SCHARFF III
CRUMMHORN 8’
CYMBELSTERN 

Brustwerk
REGAAL 8’
ROHRFLOIT 4’
OCTAV 2’
GEMSHORN 2’
QINT 3’ ( noch nicht eingebaut )

Pedal
SUBBASS 16’
BORDUN 16’
SPILLFLOIT 8’
GEDECKT 8’
OCTAV 4’
CORNET 2’
TROMMET 4’
TROMMET 8’
POSAUNE 16’

II / PEDAL
Schiebekoppel II / Ikurze Oktave auf dem Brustwerk
TREMULANTTastenumfang Pedal C - d’, ohne tiefes Cis
Manuale C - d’’, ohne Cis
3. Manual kurze Oktave



Kapelle Pelzerhaken

In den Jahren um 1960 setzte sich die Erkenntnis durch, dass, wenn die Menschen nicht in die Kirche kommen, die Kirche zu den Menschen gehen muss. Aus dieser Überlegung heraus reifte beim Kirchenvorstand Neustadt der Entschluss, in Pelzerhaken eine Kapellenkirche zu bauen. Die vorgenannte Umsetzung wurde durch die Landeskirche mit einem Baukostenzuschuss von 100.000,-- DM gefördert. Im Jahr 1966 lagen konkrete Pläne auf dem Tisch. Die Kirchengemeinde konnte im Oktober ein passendes Baugrundstück, auf dem während des Krieges ein Flackstand installiert worden war, erwerben. Auf dem „Timpenbarg“, dem zentralen höchsten Punkt in Pelzerhaken, sollte die Kapelle entstehen. Die durch die Landeskirche angebotenen Kapellenbauprogramme wurden untersucht und ein Objekt ausgewählt. Diese Kapellenbauprogramme waren dadurch finanziell leichter tragbar, dass ein Architekt, in unserem Fall der Architekt Hoffmann aus Hannover, eine Kapelle plante, die dann an mehreren Standorten gebaut wurde. Nach Auftragsvergabe erstreckte sich die Bauzeit vom Mai 1967 bis Mai 1968. Die Einweihung konnte am 30. Juni gefeiert werden. Es entstand ein schlichter Bau aus Stahlbeton, der seine besondere Wirkung hat. Der einzige Schmuck im Inneren sind neben den Gemeindegliedern, die zum Gottesdienst kommen, wechselnde Behänge und Plakate.

 

 

 

 

 

Pelz-innen

Der Altar und die Kanzel nehmen den Betoncharakter auf und harmonieren mit der Schlichtheit der Wände. Auf dem Altar stehen ein Kruzifixus und eine Buchablage des Hamburger Künstlers Fleer. Tageslicht erhält der Kirchenraum durch vier schmale Eckfenster.

 

Der Glockenturm ist durch einen Zwischenbau, der zugleich Eingang ist, mit der Kapelle verbunden.
Die Kapelle wirkt aber besonders durch ihre hervorragende Lage auf der höchsten Erhebung in Pelzerhaken.



Die Kirche des Hospitals zum Heiligen Geist

Hosp.alt

Es handelt sich um eine kleine, schlichte rechteckige Saalkirche, die ab 1344 geplant, aber erst 1408 gebaut wurde. Der ursprüngliche Bau aus roten Backsteinen wurde im Spätmittelalter mit gelblichen Ziegeln erhöht und mit Stützpfeilern versehen. Der blendverzierte Ost- und der später erneuerte Westgiebel werden von einem Satteldach überzogen, das am Westende einen barocken Dachreiter ausweist. Die Fenster und Türen sind stichbogig ausgearbeitet.
Bemerkenswert ist im Inneren die Holzbalkendecke von 1636 mit Längsprofilen und gerahmten Zwischenfeldern.

Wir finden Reste gotischer Quaderfugenmalerei (14. Jh.) an der Süd- und Westwand oberhalb der Decke, Rankenwerk an der Nordwand, ebenso an der Südwand mit einer Andreasfigur. Der Altar besteht aus einer Mensaplatte (Kalksandstein) und einem Holzaufbau mit Säulen, Ohrmuschelwerk und gesprengtem Giebel mit Tugendfiguren (um 1670). Das Christusbild aus dem Jahre 1914 ist von dem Neustädter Maler Christoph Kleinsang gefertigt worden. Die Kanzel besteht aus einem vierseitigen Korb mit schlichter Felderteilung und Bildern von Christus und drei Evangelisten sowie einem achteckigen Schalldeckel (16. Jh.). An den Wänden hängen verschiedene Gemälde, Votivbilder und ein Pastorenportrait. Weiter ist eine geschnitzte Vespergruppe (Pieta - Maria mit dem toten Christus) zu sehen und verschiedene Grabsteine.
Die Geschichte der Hospitaleinrichtung kann bei einer Führung erläutert werden. Hospitalverwalter: Ruf 04561-3248



Die Friedenskirche auf dem Friedhof

Pelzerh 1

Pelzerh 2

Pelzerh 3

Die Vorgängerkapelle auf dem Friedhof in Neustadt hatte sich nach dem Ende des letzten Weltkrieges durch das starke Anwachsen der Bevölkerung als zu klein erwiesen. Der Kirchenvorstand beschloss am 21. April 1964 den ersten kirchlichen Neubau nach dem Krieg. Nach einer intensiven Vorbereitung konnte der Bau im Spätsommer 1966 beginnen. Das neue Gebäude, das bereits in der Planung als „Friedenskirche“ bezeichnet wurde, sollte beim Friedhofshaupteingang errichtet werden.

Nach den Plänen entstand ein Feierraum mit 180 Plätzen, einer kleinen Empore für die Orgel und einen Chor von 20 Personen. Wichtig waren die Nebenräume wie Warteraum, Leichenkammern, Sakristei, Personalraum, Raum für die Ausstatter, Geräteraum und Toiletten.

Friedenskirche

Bei der Gestaltung des Baues und der Einrichtung sollte beachtet werden, „dass dem Auftrag der Kirche, klare Formung, Einfachheit in Material und Bescheidenheit auf das Notwendigste, angemessen sind. Jeglicher repräsentativer Materialaufwand ist zu vermeiden.“
Wenn man die Friedenskirche heute betrachtet, ist diese sehr gelungen. Schon die zwölfeckige Form des Baukörpers macht neugierig. Es wurden auch neue Wege mit der Stahlbetonkonstruktion begonnen. Die interessante Holzdecke bietet mit dem Andachtsraum eine hervorragende Akustik. Altar und Kanzel sind schlicht gehalten und passen sich dem Raum an.
In den vergangenen letzten Jahren sind einige Umbauten vorgenommen worden. So sind ein sehr ansprechender Abschiedsraum und ein Kühlraum entstanden.
Die Friedenskirche wird durch einen freistehenden, offenen Glockenturm ergänzt.


Pröpste und Pastoren

Die Pfarrstellen und Pastoren im 20. Jahrhundert
in Neustadt


1. Pfarrstelle
1906 - 1913 Carl Christian Emil Lohse
1913 - 1921 Wilhelm Lepthien
1922 - 1924 Carl Martin Clasen
1924 - 1939 Traugott Johann Peter Schulze
1940 - 1967 Werner Waßner - seit 1947 Propst
1967 - 1974 Werner Seibt, Propst
1974 - 1990 Wolfgang Vonthein, Propst
1990 - 2013 Dr. Otto-Uwe Kramer, Propst
2014 - ....... Dirk Süssenbach, Propst

2. Pfarrstelle
1909 - 1922 Carl Martin Clasen
1922 - 1926 Heinrich Stäcker
1927 - 1946 Paulus Richard Johannes Kranz
1946 - 1977 Werner Rabe
1978 - 1997 Dr. Roland Rößler
1998 - ....... Jens Rathjen


3. Pfarrstelle
1960 - 1979 Werner Krabbes
1980 - 2016 Justus Engel
2016 - ... Sarah Lotzkat


4. Pfarrstelle
1978 - 1997 Angelika Rößler
1998 - 2003 Martin v.Hoerschelmann
2004 - 2012 Lutz Damerow
2012 - ....... Knut Nippe


Jürgen Hering

Zusammengestellt von:





Jürgen Hering

Mitglied des Kirchenvorstandes



zurück zu MitarbeiterHomebearbeitenE-Mailvor zu Pfarrbezirke