Stadtkirche Neustadt
1975 trillerte der unvergessene Rudi Carrell: „Wann wird's 'mal wieder richtig Sommer, ein Sommer, wie er früher einmal war? Ja, mit Sonnenschein von Juni bis September, und nicht so nass und so sibirisch wie im letzten Jahr.“

Die Antwort kennen wir alle. Sie lautet: 2018. Mindestens. Sonnenschein und Wärme über Monate. Ventilatoren waren der Verkaufsschlager dieses Sommers. Die Freizeitindustrie - zumal bei uns an der Küste - sah es gerne.
Für andere war dieser trockene Sommer ein ausgesprochen harter Boden. Und das ist ganz wörtlich zu verstehen. Mensch und Tier und Natur hatten da ihre liebe Not. Ernteeinbußen, Futterknappheit.

Wie stark die Klimaerwärmung sich im aktuellen Wetter widerspiegelt, wird unterschiedlich beurteilt. Außergewöhnlich waren die vergangenen Monate auf alle Fälle.

Uns wird vor Augen gemalt, wie klein wir Menschen gegenüber der Naturgewalten sind. Und gleichzeitig wie abhängig. Das erfordert ein hohes Maß an Verantwortung.
Der Monatsspruch für September stellt uns noch einmal in einen weit größeren Rahmen. Da steht im Alten Testament:

„Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang und Ende.“ Prediger 3,11


Wir Menschen sind die einzigen Lebenswesen auf dieser Erde, die in der Lage sind, über sich selber hinauszudenken. Wir können die großen Fragen stellen: Woher kommen wir, wozu leben wir, wohin gehen wir?
Wie auch immer Ihre Antworten aussehen, leben, um zu sterben, sollte unter Ihrer Würde sein.

Wir werden bis ans Ende unserer Tage nicht fertig werden mit all unseren Fragen, nicht in der Tiefe ergründen und verstehen, warum manche Dinge so und nicht anders geschehen.

Aber ich bin in der Tiefe meines Wesens davon überzeugt, dass in Gott gute Antworten liegen.

Gesegnete Tage wünscht Ihnen  
im Namen aller Mitarbeiter

Jens Rathjen


 

 


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