Stadtkirche Neustadt
Liebe Leserinnen und Leser!
 
Manche Menschen sagen: „Ich glaube nur, was ich sehe.“ Nun, ich glaube an mehr, als ich sehen kann. Früher haben die Menschen (und auch ich als Kind) geglaubt, dass sich die Sonne um die Erde drehe. Schließlich konnte man jeden Tag sehen, wie sie im Osten aufging, über den Himmel zog und im Westen wieder verschwand; was für die Sonne galt, konnte man auch an den Sternen beobachten. Offensichtlich drehte sich alles um die Erde. Tatsächlich konnte man mit dieser Annahme in seinem Alltag auch gut leben.
 
Doch dann kam es zu einer gewaltigen Veränderung im Denken: Man entdeckte, dass es in Wirklichkeit anders war und sich die Erde mit ihren Nachbarplaneten um die Sonne drehte und nicht umgekehrt. Vor den Augen spielte sich zwar immer noch dasselbe Schauspiel ab, aber man rechnete jetzt mit unsichtbaren Dingen, wie Erdumdrehung, Schwerkraft, Umlaufbahnen, Gammastrahlung oder Lichtgeschwindigkeit.
 
Durch dieses neue Denken hat man ein viel besseres Verständnis davon, wie die Welt funktioniert. Auch als Christen brauchen wir nicht nur auf das zu blicken, was vor unseren Augen ist: Z.B. was wir tun, was uns gelingt oder wo wir versagen. Und wir sehen auch bei anderen nicht nur auf das, was sie leisten oder wo sie versagen. Wir haben ein tieferes Verständnis der Welt, wenn wir mit den unsichtbaren Kräften rechnen, von denen die Bibel uns erzählt: Gott, sein heiliger Geist, seine Gnade, was er bewirkt und tun kann. In der Bibel heißt es:
 
„Wir sehen nicht auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“
2. Korinther 4,18
 
Ich wünsche Ihnen, dass Sie mit dem Wirken des unsichtbaren Gottes rechnen und damit Ihre Erfahrungen machen!
 
Ihr Pastor
Knut Nippe


 


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